Neues jesidisches Grabfeld auf dem Hauptfriedhof

Der Bürgermeister der Landeshauptstadt, Ralf Latz, hat am 9. März, das jesidische Grabfeld auf dem Saarbrücker Hauptfriedhof offiziell eingeweiht.

Yezidisches Grabfeld auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken - Foto: Frank Becker / Landeshauptstadt

Yezidisches Grabfeld auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken - Foto: Frank Becker / Landeshauptstadt

Yezidisches Grabfeld auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken - Foto: Frank Becker / Landeshauptstadt

Latz: „In Deutschland leben rund 180.000 Jesiden, im Saarland sind es rund 5.000 bis 7.000 Menschen, ein großer Teil davon wohnt in Saarbrücken. Die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft kommen überwiegend aus Syrien, dem Irak und der Türkei. Immer mehr Jesiden entscheiden sich, ihren Lebensabend in Deutschland zu verbringen und sich hier auch bestatten zu lassen. Diesem Wunsch kommen wir mit einem für sie eingerichteten Grabfeld auf dem Saarbrücker Hauptfriedhof gerne nach. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger jesidischen Glaubens bestatten lassen, unabhängig davon, ob sie zu Lebzeiten in Saarbrücken gewohnt haben oder von außerhalb kommen.“.

Alle Grabstätten sind in Richtung der aufgehenden Sonne ausgerichtet

Die jesidischen Grabstätten sind in Reihen zur aufgehenden Sonne hin ausgerichtet. Auf Wunsch können Waschungen des Leichnams nach den religiösen Reinheitsgeboten vorgenommen werden. Dafür steht in der Alten Halle auf dem Hauptfriedhof ein speziell ausgestatteter Raum zur Verfügung, der den hygienischen Vorschriften entspricht. In Saarbrücken ist es der jesidischen Trauergemeinde gestattet, den Sarg an das Grab zu tragen. Stricke zum Ablassen des Sarges stellt der Hauptfriedhof bereit. Das Grab darf von der Trauergemeinde verfüllt werden.

Grabgestaltung nach religiösen Vorstellungen möglich

Auf allen Friedhöfen der Landeshauptstadt besteht eine Sargpflicht. Das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe der Landeshauptstadt Saarbrücken hält ein Informationsblatt zur Gestaltung der Grabstätten bereit. Bei dem jesidischen Grabfeld gibt es keine besonderen Gestaltungsvorschriften. Dies erleichtert es den Angehörigen, die Grabstätte entsprechend ihrer religiösen Vorstellungen zu gestalten.